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Herztransplantation

Zweite Chance auf Leben

dpa/BeyondNicht jedes Herz kann geflickt werden, oft verhilft nur eine Transplantation den Patienten zu einem längeren Leben.

Es war eine Sensation: Als am 3. Dezember 1967 um genau 5 Uhr 52 das Herz von Louis Washkansky zu schlagen beginnt, wird sein Arzt Christiaan Barnard zum Star.

Louis Washkansky war schwer krank, nach drei Herzinfarkten war sein Pumpmuskel derart geschädigt, dass er nur noch geringe Lebensaussichten hatte. Sein Arzt, Christiaan Barnard, entscheidet sich zur Operation. Als ein Spenderherz gefunden ist, transplantiert er als erster Mediziner weltweit ein Herz. Die Sensation war perfekt, als Washkanskys Herz zu schlagen begann.

Unumstritten war die Sache nicht. Als Ärzte der Spenderin Denise Darvall nach einem Unfall das Herz entnahmen, war sie hirntot. Noch heute ist die ethische Diskussion darüber nicht abgeschlossen, zu welchem Zeitpunkt eine Organentnahme richtig ist.

1967 gab es ein weiteres Problem: Zum Team von Barnard gehörte Hamilton Naki, laut Barnard »einer der größten Forscher auf dem Gebiet der Herztransplantation«. Sein Beitrag an der Operation musste lange geheim bleiben. Der Grund: Er war farbig. Und dass ein Nichtweißer während der Apartheid in Südafrika einen Weißen behandelt, war eine Ungeheuerlichkeit.

Bis heute haben mehr als 40 000 Menschen ein zweites Herz bekommen.

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