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Documenta

Wohn-Röhren und Bootswracks

epd/Andreas FischerDer »Parthenon der Bücher« der argentinischen Künstlerin Marta Minujin bei der documenta 14 auf dem Friedrichsplatz in Kassel. Die Nachbildung des Athener Akropolistempels ist aus einem Metallgerüst errichtet, verkleidet mit 50 000 »verbotenen« Werken.

Die documenta 14 in Kassel ist die weltweit bedeutendste Schau für Gegenwartskunst. Das ist eher nichts für Romantiker. Es geht um Unterdrückung, Krieg und Flucht und das in zum Teil atemberaubender Weise.

Auf dem Kasseler Friedrichsplatz haben die Nationalsozialisten 1933 zahlreiche Bücher verbrannt. Jetzt steht hier der »Parthenon der Bücher« mit Werken, die verboten waren oder es noch sind. Es geht um Wohn-Röhren für Flüchtlinge und Bootswracks mit eingebauten Musikinstrumenten. Die Begleitausstellungen der evangelischen und katholischen Kirche nehmen die Kernthemen der Weltschau auf. Mitunter gelingt das so gut, dass ihre Arbeiten der documenta zugeordnet werden, wie etwa der von dem Berliner Künstler Thomas Kilpper zum Leuchtfeuer umfunktionierte Turm der evangelischen Karlskirche.

Nicht nur deshalb sind die Ausstellungen »Luther und die Avantgarde« mit Arbeiten von Kilpper, dem Italiener Massimo Ricciardo und der Inderin Shilpa Gupta in der Karlskirche sowie »Statik der Resonanz« mit Anne Gathmann in der Elisabethkirche ein Muss für alle Kunstfreunde, nicht nur für die Getauften.

Das jedenfalls meint epd-Kollege Dieter Schneberger, der sich die Kunstausstellung ausführlich angesehen hat.

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