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Konfirmanden schmieden ihren ganz persönlichen Glaubensschatz

Rohre zu Kerzen, Hämmer zu Kreuzen

Hilke WiegersEinen ganzen Tag lang schmieden, schweißen und polieren die Büdesheimer Konfis, um ein bleibendes Erinnerungsstück an ihre Konfirmation zu erhalten.

BINGEN. Wertloser Müll wird zu etwas, das schön und für seinen Besitzer kostbar ist. Die Konfis der Kirchengemeinde Büdesheim erreichen das mit Feuer und Hammerschlägen.

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Der Hammer bin ich, und diese Stange, die hier durch mich durchgeht, das ist Jesus. Er gibt mir die Stabilität. Zusammen sind wir ein Hammerkreuz«. Joshua, ein junger Konfi-Teamer der Christuskirchengemeinde in Bingen-Büdesheim, hält ein glänzend poliertes Kreuz in der Hand, das er selbst aus einem alten Hammer und einer Eisenstange geschmiedet hat.

Wie er hatten alle 23 Konfirmandinnen und Konfirmanden der Büdesheimer Gemeinde an ihrem Konfi-Wochenende in der Lindenmühle im Taunus die Gelegenheit, ihrem ganz persönlichen Glaubens-Schatz eine Gestalt zu geben. Dazu hatten Pfarrerin Tanja Brinkhaus-Bauer und Gemeindepädagoge Paul Nicolay den Schmiedemeister Joachim Harbut engagiert, der im Hof der Mühle eine Schmiedewerkstatt aufbaute. Neben Schutzkleidung und dem passenden Werkzeug stand den Konfis jede Menge Altmetall zur Verfügung.

Sich mit alten und neuen Dingen befassen

Da entstanden kunstvolle Kerzen aus Rohren oder fein geschnittene Kirchensilhouetten aus Blech kunstvoll verziert mit Schmucksteinen und Draht: Greifbar gewordene Zeugnisse der zurückliegenden Konfirmanden-Arbeit, die Pfarrerin Brinkhaus-Bauer, Gemeindepädagoge Nicolay zusammen mit zwei ehrenamtlichen Erwachsenen sowie 14 jugendlichen Teamern aus vorangegangenen Konfi-Jahrgängen im vergangenen Jahr geleistet haben. Denn es ging, so sagte die Pfarrerin, für die Jugendlichen in diesem Konfirmanden-Jahr nicht nur darum, sich mit dem aktuellen eigenen Glauben zu befassen, sondern sich auch mit alten Dingen, wie der uralten Kirche und der noch älteren Bibel auseinander zu setzen und diese auch zu verstehen.

Da bot es sich für Pfarrerin Brinkhaus-Bauer an, die Konfirmandinnen und Konfirmanden praktisch entdecken zu lassen, wie man aus zunächst unscheinbaren, unbrauchbar erscheinenden, alten Dingen, etwas sehr Schönes, für den einzelnen Kostbares machen kann. Stolz präsentierten die 23 Jugendlichen dann auch bei ihrem Vorstellungsgottesdienst Anfang Mai in der Christuskirche ihre Erfahrungen und Entdeckungen des vergangenen Konfirmandenjahres.

Fahrradkette als Lesezeichen

Anhand ihrer selbst geschmiedeten Kunstwerke demonstrierten die Konfirmandinnen und Konfirmanden dann, was ihnen im Lauf der vergangenen zwölf Monate zum Glaubensschatz geworden ist – wie zum Beispiel die Kirche als Zeichen für die Kraft spendenden Gottesdienste, Kerzen aus Metall als Symbol für die eindrucksvolle Nacht der Lichter oder eine metallener Buchdeckel einer Bibel, hergestellt aus einem alten Stück Bahnschiene, auf der als Lesezeichen eine rostige Fahrradkette drapiert ist. Die Schönheit und Ausdruckskraft der außergewöhnlichen Kunstwerke demonstriert, wie kreativ und ernsthaft die Jugendlichen den Auftrag, ihren Schatz des Glaubens zu finden, umgesetzt haben.

Von Hilke Wiegers

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