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Trompeter Alfred Joswig feiert 85. Geburtstag

Lobet den Herrn mit Posaunen

Lothar RühlAlfred Joswig ist auch mit seinen 85 Lebensjahren als Posaunenbläser aktiv. Viele Auszeichnungen und Ehrungen hat er in seiner langen Laufbahn bekommen.

GIESSEN. Unter seiner Leitung entstand der Gießener Bläserkreis. Weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt wurde er durch das Turmblasen auf dem Kirchturm am Marktplatz. Traditionell lassen die Mitglieder das Lob Gottes im Advent sowie an den vier Mai-Samstagen aus luftiger Höhe erschallen.

Alfred Joswig hat fast 65 Jahre lang die Trompete geblasen. Am 7. August beging er in Gießen seinen 85. Geburtstag. Der Jubilar wurde 1932 in Masuren, dem südlichen Teil von Ostpreußen, geboren. Bereits sein Vater war Bläser in einen Posaunenchor, so dass Joswig von Kindesbeinen an mit der Bläsermusik vertraut ist. Als viele Mitglieder dieses Chores in den Zweiten Weltkrieg eingezogen wurden, lagen die Instrumente nutzlos auf dem Dachboden herum. Hier hat sich Alfred Joswig als Autodidakt die ersten Töne erarbeitet.

Seine Bläserkarriere beginnt er als Konfirmand

1945 musste er die Heimat verlassen. Der Vater ist im Krieg gefallen, die Mutter auf der Flucht gestorben. Joswig kam in ein Kinderheim und 1946 in eine Pflegefamilie in Sachsen-Anhalt. Der Diakon am Ort lud Joswig als Konfirmand in den Posaunenchor ein und so begann im November 1946 seine Bläserlaufbahn. Als er später in Zeitz den Beruf des Bäckers erlernte, fand er einen Kollegen, der ihn mit in den dortigen Posaunenchor nahm. In Oranienburg in Brandenburg gründete er 1952 seinen ersten Posaunenchor. 1955 lud ihn der damalige Leiter des Christlichen Vereins Junger Menschen (CVJM) Gießen, Ernst Klotz, in die Universitätsstadt ein, um die musikalische Arbeit zu übernehmen. Nach abgeschlossener Bäckermeister- sowie Führerscheinprüfung samt Hochzeit mit seiner Frau Ingrid kam Joswig nach Gießen. Drei Jahre später wurde er Küster an der Pankratius-Kapelle und 1968 an der Petrus-Kirche.

Gießener Bläserkreis entsteht unter seiner Leitung

Insgesamt 31 Jahre leitete er den Posaunenchor des CVJM Gießen. 1974 entstand bei einer Romfahrt mit dem Bonifatius-Chor unter seiner Leitung der Gießener Bläserkreis. Die Mitglieder sind bis heute aktiv und über Gießen hinaus bekannt durch das Turmblasen auf dem Kirchturm am Marktplatz. Traditionell lassen die Mitglieder das Lob Gottes im Advent sowie an den vier Mai-Samstagen aus luftiger Höhe über der Innenstadt erschallen. Von Lothar Rühl

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