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Fantasiebilder

Im Farbenglück

© Stiftung Seebüll Ada und Emil Nolde (Foto: Städel Museum – ARTOTHEK)Im Jahr 1911 malt Emil Nolde (1867-1956) das Bild »Christus in der Unterwelt«.

Emil Nolde war ein tiefreligiöser Mensch, aber seine religiösen Bilder gefielen oftmals nicht.

Als Kind übermalte er die Bilder in seiner Schulbibel und lebte »im Farbenglück«, wie er später sagte. Als erwachsener Mensch malte er die »Grablegung«, die »Kreuzigung« oder das »verlorene Paradies«. Aber in kirchlichen und religiösen Kreisen stießen diese Bilder mitunter auf heftige Kritik. Sein neunteiliger Zyklus »Das Leben Christi« wurde auf der Brüsseler »Ausstellung für religiöse Kunst« nach kirchlichen Protesten zurückgewiesen. Zu unangepasst, zu frei in der Interpretation, zu drastisch oder zu grob waren vielen Kritikern seine Darstellungen. Was er malte, entsprach nicht der gängigen Symbolik, sondern oftmals den Vorstellungen aus seiner Kindheit, den Bildern, die beim Lesen der Bibel in seinem Kopf entstanden waren.

Emil Nolde, vor 150 Jahren geboren, war ein zutiefst religiöser Mensch. Aber er war auch ein Antisemit. Immer wieder ätzte er gegen Kollegen, denunzierte etwa Max Pechstein beim Propagandaministerium als Juden und verehrte Adolf Hitler. esz

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