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Neues Museum in Frankfurt

Historie trifft auf die Gegenwart

dpa/Boris RoessleDie Fassade des Stadthauses ragt in Frankfurt zwischen Dom und dem Museum Schirn in die Höhe.

FRANKFURT. Bislang unter dem Titel »Ökumenisches Kirchenmuseum« diskutiert, wird das neue Frankfurter Museum im Stadthaus voraussichtlich den Namen »794« tragen – und damit auf historisches Ereignis hinweisen.

Frankfurt eröffnet im Stadthaus im restaurierten Altstadtkern im Sommer nächsten Jahres ein Museum. »Das Museum wird der kulturgeschichtlichen Bedeutung des Ortes Rechnung tragen», sagte Bürgermeister Uwe Becker (CDU) bei der Vorstellung des Konzeptes. Der voraussichtliche Namen »794« spiele auf die Synode Karls des Großen wahrscheinlich exakt an diesem Ort an, wo Grundmauern der früheren Kaiserpfalz zu sehen sind. »Das Museum soll aber nicht nur der Erinnerung dienen, sondern eine Brücke in die Gegenwart schlagen«,

sagte Becker.

Kunstwerke, die 794 und heute relevant sind

Das Konzept sehe vor, historische Exponate und zeitgenössische Kunstwerke zu Fragen gegenüberzustellen, die 794 wie heute relevant sind, sagte der Kurator, der Frankfurter Kunsthistoriker Pascal Heß. Auf der karolingischen Synode seien 56 Beschlüsse, sogenannte Kapitularien, zu Themen gefasst worden, die immer noch diskutiert würden. Als Beispiele führte er die Frage der Legitimation von Macht, nach Bild und Abstraktion, Migration oder der Bedeutung von Netzwerken an.

Arbeitstitel »Ökumenisches Kirchenmuseum«

Das Stadthaus bietet nach den Worten von Heß beim Eintritt in das Erdgeschoss Blicke in den »Archäologischen Garten« mit den Grundmauern der karolingischen Königspfalz. Im ersten Stock ist im Foyer des für Vermietungen frei stehenden Saals eine Lichtinstallation geplant. Im zweiten Stock stehen zwei Räume für das bisher unter dem Arbeitstitel »Ökumenisches Kirchenmuseum« diskutierte Museum zur Verfügung. In dem 25 Quadratmeter großen Raum wird auf die Synode von 794 an diesem Ort eingegangen, in dem 65 Quadratmeter großen, hohen Raum ein historisches Objekt zu einem zeitgenössischen Kunstwerk in Beziehung gesetzt. Der Umbau des Stadthauses solle weniger als eine Million Euro kosten. Als Betriebskosten seien jährlich 250 000 Euro geplant. Ein Kuratorium mit Vertretern der evangelischen und der katholischen Kirche sei geplant. Das Konzept müsse nun von den städtischen Gremien gebilligt werden.

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