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Thema ist Kampffeld der Rechten

Feminismus als positiven Begriff zurückerobern

Katrin MuhlMachen sich für ihre Rechte stark: Frauen beim Vernetzungstreffen der Reihe »Stand UP – Feminismus für Anfänger und Fortgeschrittene« im Pfälzer Schloss.

GROSS-UMSTADT. Was tun gegen Sexismus und Frauenfeindlichkeit im Alltag? Zwei Expertinnen haben sich bei einem Vernetzungstreffen mit Interessierten überlegt, wie sie Feminismus stärken können. Im Superwahljahr sei das besonders wichtig, da politisch rechte Strömungen viele emanzipatorische Errungenschaften ablehnen.

Alles Heulsusen«, schrieb der ehemalige Darmstädter Oberbürgermeister-Kandidat der AfD, Hans Mohrmann, Anfang des Jahres im Internet über Frauen. Überschrieben war sein Beitrag mit der Erklärung: »Warum ich für die Wiederabschaffung des Frauenwahlrechts bin«.

Antifeminismus ist salonfähig geworden

Ist Antifeminismus zum politischen Kampffeld der Rechten geworden? Alice Blum, Mitarbeiterin einer Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung, die sich mit den aktuellen rechten Bewegungen in Europa beschäftigt, sagt ja. Beim Vernetzungstreffen, das der Verein Frauen für Frauen und der Bund Deutscher Pfadfinderinnen (BDP) organisiert hatten, sprach sie im Pfälzer Schloss mit dem Publikum über Möglichkeiten, einem salonfähig gewordenen Antifeminismus entgegenzuwirken. Anne Haas, Referentin für politische Bildung und engagiert im BDP, moderierte.

Chancengleichheit, nicht Herabwürdigung

»Wir müssen Feminismus erklären und als positiven Begriff zurückerobern. Es gehe um Chancengleichheit und nicht darum Männer herabzuwürdigen, sagte Haas. Darin war sich die Gruppe einig. »Wir wollen einen Monat lang die Lokalpresse beobachten, sexistische wie frauenfeindliche Äußerungen sammeln und darauf aufmerksam machen«, schlug Christa Balmert vor.Von Katrin Muhl

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