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Bläser des Dekanats kommen zusammen

Typisch protestantisch

Gerrit MaiDekanatskantorin Carola Annett Rahn (vorne) spielt mit zum Lobe des Herrn.

USINGEN. Beim Bläsertag des Dekanats Hochtaunus ging es natürlich hauptsächlich um Musik – aber nicht ausschließlich.

Ferdinand Lenz ist mit 76 Jahren einer der ältesten Bläser des Tages. 62 Jahre lang Mitglied im Posaunenchor – zunächst in der Erlöser-, heute in der Gedächtniskirche Bad Homburg – dürfte keiner der Musiker überboten haben, die zum Bläsertag des Dekanats Hochtaunus in die Rauschpennhalle in Usingen-Merzhausen gekommen waren.

Für Dekan Michael Tönges-Braungart sind Posaunen typisch protestantisch. Er schätzt die Chöre vor allem, weil sie Generationen verbinden. »Wir können stolz sein auf diese Tradition und diesen Schatz, der in vielen Gemeinden lebendig ist«, lobte der Dekan. Dekanatskantorin und Hauptorganisatorin Carola Anett Rahn zitierte Martin Luther: »Wenn ich nicht schon Theologus wäre, so würde ich am liebsten Musicus sein.«

Elf Chöre aus dem ganzen Dekanat

Der Bläsertag, an dem elf Posaunenchöre aus dem ganzen Dekanat Hochtaunus beteiligt waren, war dem Reformator und seinem Werk gewidmet, und startete mit der »Marseiller Hymne der Reformation«. So hatte der Dichter Heinrich Heine das Lied »Ein feste Burg ist unser Gott« bezeichnet. Eine Premiere, denn Paul-Achim Uhrig, der Leiter des Posaunenchors Rod an der Weil, hatte das Stück selbst komponiert.

Da wurde auch Propst Oliver Albrecht ganz praktisch. Statt eines Grußwortes mischte er sich unter die Musiker und machte mit. Abwechselnd dirigiert von Uhrig, Dietmar Gloede aus Usingen und Erhard Reuter aus Merzhausen heimsten die Bläser jede Menge Beifall ein.

Musik ist beim Bläsertag nicht alles

Es blieb aber nicht bei der Musik. Vorgetragen wurden auch Berichte aus dem Leben Luthers, Gesang und Zitate bekannter Persönlichkeiten zur Reformation. Etwa die Worte des Arztes und Kaberettisten Eckhart von Hirschhausen: »Martin Luther hat noch immer viel zu sagen: Rede verständlich, trau dich, deine Meinung zu sagen und stelle Dinge infrage – diese Dinge brauchen wir heute wie damals.« Die 95 augenzwinkernd-aktuellen Thesen von Reinhard Ellsel mit den Aufforderungen »Lerne Deinen Pfarrer kennen, verteile den Gemeindebrief, rette eine Spinne, gönne Dir ein Stück Sahnetorte«, brachten die Zuhörer zum Schmunzeln. Der Aufforderung »Besuche ein Open-Air-Konzert oder einen Gottesdienst im Freien«, waren sie ohnehin schon gefolgt.

Von Gerrit Mai

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