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Ulrike Scherf und Bettina Wulff

Sie betet mit ihren Kindern

Corinna WillführUlrike Scherf und Bettina Wulff (von links) gehen aufeinander ein.

BAD VILBEL. »(Wozu) Braucht unsere Gesellschaft Kirche heute?« Darüber diskutierten Bettina Wulff, Deutschlands ehemalige First Lady und Reformationsbotschafterin, und Ulrike Scherf, stellvertretende Kirchenpräsidentin der Evangelischen Kirche von Hessen und Nassau, beim Talk unterm Turm.

Die Kirchen beider christlichen Konfessionen müssen sich nach Ansicht von Bettina Wulff, Ehefrau des ehemaligen Bundespräsidentin Christian Wulff, stärker als bisher positionieren, um einem zunehmenden Populismus entgegenzuwirken. Sie befürwortete aber grundsätzlich die Trennung von Kirche und Staat. Die PR-Beraterin und Botschafterin der Kinder- und Jugendstiftung war gemeinsam mit der stellvertretenden Kirchenpräsidentin der Evangelischen Kirche von Hessen und Nassau (EKHN), Ulrike Scherf, zu Gast bei der Veranstaltungsreihe »Talk unterm Turm« der Bad Vilbeler Christuskirchengemeinde.

Beide Damen für Trennungvon Staat und Kirche

Die Gesprächsrunde hatte das Thema »2017: (Wozu) Braucht unsere Gesellschaft Kirche heute? – Über die Bedeutung von Christentum und Religion in der (Post)Moderne«. Wie Wulff befürwortete auch Scherf grundsätzlich die Trennung von Kirche und Staat. »Ich bin aber froh, dass wir in Deutschland keinen Laizismus haben, sondern als Kirche eine Körperschaft des öffentlichen Rechts sind und eine Stimme haben.«

Bettina Wulff möchte, dass Kirche sich mehr einmischt

Wo die Menschenwürde, wo Achtung und Respekt des anderen missachtet oder die Bürgerrechte bedroht seien, habe sich die Kirche zu Wort zu melden. Bettina Wulff hätte sich in jüngster Zeit (nicht nur) zum Thema Geflüchtete und Migration gewünscht, dass beide Konfessionen klarer gegen Populismus und Polemik einen eindeutigen Standpunkt bezogen hätten. »Die Kirche könnte sich ruhig stärker einmischen. Vielleicht ließe sich damit auch das Interesse an der Institution wieder steigern«, sagte Wulff. Der These widersprach Scherf nicht. Sie betonte zugleich die Leistung der vielen Menschen, die sich seit der Flüchtlingskrise ehrenamtlich um die Integration von Geflüchteten kümmern – und zollte ihnen großen Respekt. Corinna Willführ

Beim nächsten Talk unterm Turm am 3. November ab 19 Uhr sind in der Christuskirche zu Gast der Schauspieler Samuel Koch und Nikolaus Schneider, ehemaliger Vorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland. Ihr Thema: »Glauben! Mitten im Leben! Oh, Gott«.

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