Evangelische Sonntags-Zeitung

Angebote und Themen

Herzlich Willkommen! Entdecken Sie, welche Angebote der Evangelischen Sonntags-Zeitung zu Ihnen passen. Über das Kontaktformular sind wir offen für Ihre Anregungen.

AngeboteÜbersicht
Menümobile menu

Alle Nachrichten

Gemeinde bereitet sich auf mögliche Pfarrstellenkürzung vor

Gottesdienste, für die es keinen Namen gibt

PETTERWEIL. Im Karbener Stadtteil Petterweil will man nicht lamentieren, weil voraussichtlich eine Pfarrstellenkürzung ansteht, sondern gewappnet sein für den Fall, wenn es kommt wie erwartet.

pixelio.de/Dieter SchützWenn die Kanzel leer bleibt, ist guter Rat teuer. Die Gemeinde Petterweil arbeitet an einer Lösung.

Wenn jemand zweimal vor verschlossener Tür stand, dann kommt er kein drittes Mal.« Heike Weber, Vorsitzende des Kirchenvorstands in Petterweil, ist überzeugt, dass die Kirche regelmäßig offen sein muss, will man die Menschen nicht endgültig vertreiben. Wie das gewährleistet sein kann, wenn die Gemeinde nicht mehr jede Woche zum Gottesdienst einlädt, überlegen sich die Petterweiler Christen derzeit.

Halber Pfarrer predigt nicht jede Woche

In dem Karbener Stadtteil leben rund 3500 Menschen, etwa 1200 von ihnen sind evangelisch. Michael Neugber ist mit ganzer Stelle Pfarrer, allerdings hat er einen Seelsorgebezirk in Karben-Kloppenheim, so dass für Petterweil eine dreiviertel Stelle übrig bleibt. Nach der nächsten Pfarrstellenbemessung aber wird die Gemeinde wohl nur noch eine halbe Pfarrstelle haben, befürchten Pfarrer Neugber und Heike Weber. Ein halber Pfarrer oder Pfarrerin aber wird nur noch alle zwei Wochen predigen.

Kirche soll am Sonntagmorgen offen sein

Um zu beratschlagen, wie sie mit dieser Situation umgehen können, trafen sich einige Gemeindemitglieder schon im Frühling zu einem runden Tisch. Die Versammelten waren sich schnell einig, dass die Kirche verlässlich am Sonntagmorgen geöffnet sein soll. Christen erkennt man daran, dass sie gemeinsam Gottesdienst feiern, sagt Pfarrer Neugber. Wenn das mit dem Pfarrer nicht mehr geht, müsse eine Alternative her. Die Gemeinde sucht nach etwas Neuem. »Wir brauchen Raum für ein gemeinsames Gebet, ein Gespräch, eine Zuflucht«, beschreibt Heike Weber den Wunsch der Gemeinde.

Pfarrer begleitet den Prozess

In einigen Tagen wird sich deshalb erstmals ein Gottesdienst-Team zusammensetzen, um ein Konzept für Treffen in der Kirche auszuarbeiten, für die es noch keinen Namen gibt. Pfarrer Neugber will für die Gemeinde in diesem Prozess da sein. Was besseres könne er sich nicht wünschen, als so engagierte Kirchenmitglieder. »Es macht großen Spaß, das zu begleiten«, lobt er seine Gemeinde.
 Von Renate Haller

Diese Seite:Download PDFDrucken

Ihre Ansprechpartnerin

Renate Haller (rh)
Chefin vom Dienst

Tel.: 069 / 92107-444
E-Mail

to top