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Kunstwerk in Offenbach

Drei Religionen – drei Bücher

eöa/Frank SommerWenn das mal keine schwere Kost ist: Dekanin Eva Reiß (von links), Jürgen und Leonore Blume sowie Künstlerin Anna-Maria Kubach-Wilmsen bestaunen die neuen Skulptur »Bücher der Weisheit«.

OFFENBACH. Ein bronzenes Buch im Martin-Luther-Park zog Langfinger magisch an. Nun aber steht dort eine Skulptur, die mit ziemlicher Sicherheit nicht mehr geklaut wird.

Mehrere Jahre lang war der Sockel am Teich des Martin-Luther-Parks verwaist. Nun steht wieder ein Kunstwerk darauf. »Bücher der Weisheit« heißt das Werk von Anna-Maria Kubach-Wilmsen, und tatsächlich stellt es drei Bücher dar – tonnenschwere Bücher aus Stein. Zu verdanken ist das Werk dem Förderverein Praeludium und dem Dekanat Offenbach.

Luther-Bibel zog Diebe an

Ursprünglich lag ein von dem Rumpenheimer Karl-Heinz Oppl geschaffenes bronzenes Buch auf dem Sockel, von dem aus Wasser in den Teich fließt. Im Volksmund wurde das Bronzebuch rasch zur »Luther-Bibel«. »Leider zog das Metall auch Diebe an«, sagt Leonore Blume, Vorsitzende des Fördervereins Praeludium. 2007 wurde das Kunstwerk gestohlen. Oppl fertigte eine Replik an, doch auch diese wurde nur wenige Jahre später gestohlen.

Das wird nicht mehr gestohlen

Im Gespräch mit Künstlerin und Dekanin entstand die Idee, statt eines Buches als Skulptur drei Bücher zu nehmen. »Es gibt drei abrahamitische Religionen: Judentum, Christentum und Islam – für jede der Religionen ein Buch«, sagt Reiß. Ein weiterer Vorteil der drei Bücher sei, fügt Reiß hinzu, dass das Kunstwerk somit 1,6 Tonnen wiege. »Das wird nicht mehr gestohlen«, ist sie sich sicher.

Viele Einzelspender

»Dass wir die Skulptur aufstellen können, haben viele Menschen ermöglicht«, sagt Blume. Mehr als 20 000 Euro kostete die Skulptur samt Transport und Aufstellung. »Viele Einzelspender haben über die Jahre immer wieder etwas gegeben«, sagt sie. Ihr besonderer Dank gelte dem hessischen Minister für Soziales und Integration, Stefan Grüttner (CDU). »Sein Ministerium hat mit einer großen Spende dafür gesorgt, dass die Künstlerin bezahlt werden konnte«, sagt Blume. Auch die Dr. Marschner Stiftung, die Stadt Offenbach und die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) haben sich mit Spenden beteiligt. »Das Dekanat Offenbach hat alles in Auftrag gegeben und half uns auch finanziell«, sagt sie. esz

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