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Blickpunkt

Kampf dem »stillen Hunger«

Brot für die Welt

Florian Kopp/ Brot für die WeltBäuerin Eliane Roloff und ihre Tochter Iasmin pflanzen Kopfsalat auf ihrem Hof bei Canguçu im Süden Brasiliens. Sie arbeiten mit der Organisation CAPA zusammen, die Kleinbauern mit Einrichtungen wie etwa Schulen vernetzt. Für die einen bedeutet das gesicherte Absatzmärkte, die anderen bekommen gesunde Lebensmittel.

ERFURT. Gesunde Ernährung steht im Mittelpunkt der neuen Spendenkampagne, die Brot für die Welt am ersten Advent eröffnet. Die Organisation versucht, Erzeuger und Verbraucher näher zueinander zu bringen.

Die Ernährung in den wachsenden Städten der Entwicklungsländer rückt die Entwicklungsorganisation Brot für die Welt in den Mittelpunkt ihrer neuen Spendenaktion. Sie steht unter dem Motto »Satt ist nicht genug – Zukunft braucht gesunde Ernährung«, sagte die Präsidentin des evangelischen Hilfswerks, Cornelia Füllkrug-Weitzel, in Erfurt.

Kleinbauern erzeugen 80 Prozent der Nahrungsmittel

Bis 2050 werden zwei Drittel der Weltbevölkerung in Städten leben, betonte das Hilfswerk. Zugleich erzeugten Kleinbauern in Familienbetrieben etwa 80 Prozent aller Nahrungsmittel weltweit. Oft fänden sie mit ihren Erzeugnissen in den Städten keine Marktzugänge. Die anhaltende Landflucht führe zu Ertragsrückgängen und zur Verschärfung des Hungers in den Elendsvierteln. Um diese gefährliche Tendenz stoppen zu können und die kleinen landwirtschaftlichen Betriebe besser gegen die Agrarkonzerne zu wappnen, bräuchten sie Unterstützung, erklärte Füllkrug-Weitzel das Anliegen der Spendenaktion.

Lagerung und Transport zu lokalen Märkten müssen funktionieren

Deren Einnahmen sollen helfen, umweltverträgliche und nachhaltige Strukturen bei der Erzeugung der Nahrungsmittel, ihrer Lagerung, Verpackung und ihrem Transport zu lokalen Märkten zu etablieren. »Dafür brauchen diese Betriebe Zugang zu Wissen und zu Krediten und vor allem sichere Absatzmärkte für ihre Produkte«, unterstrich Füllkrug-Weitzel.

Kinder bleiben im Wachstum zurück

Nach ihren Angaben müssen weltweit noch immer 795 Millionen Menschen hungern. Zwei Milliarden Menschen wiederum litten unter chronischem Vitamin- und Nährstoffmangel, dem »stillen Hunger«. Besonders gravierend wirke sich das auf die Kinder aus. Sie blieben im Wachstum zurück und seien anfällig für Krankheiten. Deshalb komme der Versorgung mit gesunden Lebensmitteln auf dem Land und in der Stadt eine Schlüsselrolle zu, sagte Füllkrug-Weitzel.

Organisation unterstützt 2000 Projekte

Aus Spenden und der Weihnachtskollekte der rund 14 000 evangelischen Gemeinden in Deutschland stehen Brot für die Welt nach eigenen Angaben jährlich etwa 57 Millionen Euro zur Verfügung. Mit den Spenden werden weltweit etwa 2000 Projekte unterstützt. Eines davon ist CAPA, eine Partnerorganisation von Brot für die Welt. Sie fördert im Süden Brasiliens die Vernetzung von Kleinbauern und städtischen Einrichtungen wie Schulen, Kindergärten oder Universitäten. Ziel ist es, für Bauern verlässliche Vertriebswege zu schaffen und den Menschen in den Städten eine gesunde Ernährung zu ermöglichen.

Die ARD überträgt den zentralen Eröffnungsgottesdienst am Sonntag, 27. November, von 10 bis 11 Uhr.

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